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Seniorentreff


Karin Steinhauer, Gaby Denker, Christiana Graf, Marion Schulz

( 716 033-40

Öffnungszeiten:
Montag 14.00 - 17.00 Uhr Klönen & Basteln mit Christiana Graf
Dienstag 14.00 - 17.00 Uhr Geselliger Nachmittag mit Karin Steinhauer
Donnerstag 14.00 - 17.00 Uhr Geselliger Nachmittag mit Karin Steinhauer

Seniorentanz:
Donnerstag 10.00 - 12.00 Uhr mit Marion Schulz  

Mittagessen für Senioren:
Donnerstag  10.00 - 13.00 Uhr mit Gaby Denker

Wandergruppe:
jeden 1. Mittwoch im Monat - Treffen 10.00 Uhr vor dem Gemeindezentrum
mit Marion Schulz, Christiana Graf und Karin Steinhauer
jeweils ca. 6-10 km Wanderung
Anmeldung über das Kirchenbüro, Tel. 716 033 10




Aufstehen und neue Wege gehen - Zur Situation im Seniorentreff

Ich habe vor längerer Zeit ein Buch gelesen: "Zwei alte Frauen".
Die Geschichte dieser zwei alten Frauen hat mich nicht losgelassen und mir in vielen Situationen Lebenshilfe gegeben.
Ich möchte Euch die Geschichte der zwei alten Frauen in Kurzform und frei nach der Erinnerung einmal erzählen. Ich nenne sie Sarah und Ines. Sie sind Eskimofrauen. Zu der Zeit, als diese Geschichte spielte, waren die Eskimos Nomaden. Sie zogen durch das Land und hielten sich immer dort auf, wo sie Nahrung fanden. Fanden sie keine Nahrung und sie mussten hungern, war es üblich, dass sie die Alten ihres Stammes einfach zurückließen - sie mussten verhungern, erfrieren, sterben. So erging es auch Sarah und Ines. Eines Tages war es so weit. Der Eskimostamm war am hungern, sie hatten keine Nahrung mehr. So beschlossen sie, diese beiden Frauen zurückzulassen. Der Enkel von Sarah war sehr traurig. Er ließ seiner Großmutter ein Jagdbeil da, das er gerade von seinen Eltern geschenkt bekam.

Da saßen Sarah und Ines nun und haderten mit ihrem Schicksal. Sarah war eine starke Frau gewesen, die gerne mit ihrem Volk auf die Jagd ging. Ines hatte es mehr mit der "Hausharbeit". Sie konnte gut kochen und Kleidung aus den Fellen der erlegten Tiere fertigen. Was sollten sie tun? Sarah wollte sich nicht mit ihrem Schicksal abfinden. Komm Ines, sagte sie. Wir müssen einen Weg finden weiterzuleben. Ich denke gerade an den Ort, wo wir vor längerer Zeit viele Fische fangen konnten. Wollen wir uns auf den Weg machen?.

Ja, sie beschlossen loszugehen. Sarah erlegte noch schnell ein Eichhörnchen, aus dem Ines eine kräftige Suppe kochte, denn die Feuerstelle war noch da. So gestärkt gingen sie los. Oh, was taten ihnen die Knochen weh. Sie waren es gar nicht mehr gewohnt so viel zu laufen. Geschlafen haben sie in Höhlen oder einem kleinen Iglu, das sie sich abends noch schnell bauen mussten. Aber jeden Tage ging es besser und so gelangten sie an den Ort, wo es viele Fische gab und man auf die Jagd gehen konnte.

Als erstes bauten sie sich eine Unterkunft. Sammelten Holz für eine Feuerstelle, Sarah ging auf die Jagd – aus den Fellen der Tiere nähte Ines Kleidung und Decken. Das Fleisch und die gefangenen Fische wurden getrocknet oder geräuchert und in einem zweiten Iglu, das als Vorratsraum diente, aufbewahrt für schlechtere Zeiten, denn hungern wollten sie nicht mehr. So sammelten sie im Laufe der Zeit gute Vorräte an und machten es sich in ihrem Iglu gemütlich. Sarah sorgte für den Lebensunterhalt - Ines war die Hausfrau. Ihrem Stamm unterdessen ging es gar nicht gut. Sie waren weit gelaufen und hatten kaum etwas zum Essen gefunden. So beschlossen sie zurückzugehen, denn der eine Späher erinnerte sich auch an die gute Stelle, wo sich jetzt Sarah und Ines befanden. Als sie an die Stelle kamen, wo sie die beiden zurückgelassen hatten, waren sie sehr verwundert. Sie konnten die beiden vermeindlich Toten nicht finden. Was war geschehen? Sie schickten den Späher aus. Dieser fand Sarah und Ines und konnte kaum fassen, wie gut es den beiden ging. Sie hatten zu essen - ihm und seinem Volk knurrte der Magen. Er kehrte zurück zu seinem Volk und berichtete davon. Sofort machten sie sich auf den Weg zu Sarah und Ines. Doch Sarah schwang ihr Jagdbeil, als sie das Volk sah und sagte: Ihr wolltet uns nicht mehr haben, weil wir in euren Augen nichts mehr taugten und wolltet uns sterben lassen. Jetzt steht ihr da wie Jammerlappen und wir sollen euch retten - nein, das tun wir nicht. Sie beriet sich mit Ines. Ist gut, sagten die beiden zu ihrem Volk. Wir geben euch zu essen, aber nur so viel, wie wir entbehren können und wir möchten nicht, dass ihr unser Haus betretet. Sorgt selbst für euch, so wie wir es tun mussten. So geschah es dann auch und es dauerte sehr lange, bis sich Sarah und Ines entschlossen, sich langsam doch wieder ihrem Volk anzuschließen.

Ich finde Sarah und Ines bewundernswert. Sie, die längst von den anderen abgeschoben waren, machten sich auf den Weg. Sie lernten, für sich selbst zu sorgen und setzten Grenzen. Grenzen zu ihrem Volk, zu ihrer Familie und waren dennoch hilfsbereit. Hilfsbereit aber in dem Rahmen, den sie selbst bestimmten. Ich denke, darüber sollten wir einmal nachdenken. Denn in der heutigen Zeit geht man auch nicht mehr gut mit alten Leuten um - wir müssen etwas tun.

So auch mit unserer Altentagesstätte. Der Kirchenvorstand hatte beschlossen, die Altenarbeit mit der Pensionierung von Marion Schulz einzustellen. Die Gelder, die die Kirche zur Verfügung hat, werden immer weniger. Die Arbeit und deren Inhalt kann so nicht mehr weitergeführt werden. Wir müssen also auch neue Wege gehen.

Dem Bezirksausschuß ist es gelungen zu erreichen, dass wir als Altentagestätte staatlich anerkannt wurden und wir so Gelder über das Diakonische Werk von der Stadt als Förderung erhalten. Diese Gelder reichen leider noch nicht einmal, um das Personal zu bezahlen. Zähe Verhandlungen mit dem Hauptausschuss und dem Kirchenvorstand unserer Gemeinde hatten leider keinen Erfolg. Es ist kein Geld mehr da. Wir sind also auf Hilfe angewiesen, auf Ihre / Eure Hilfe, wenn die Arbeit in einem wenn auch kleineren Rahmen weitergeführt werden soll. Die Gemeinde wird weiterhin die Räume kostenlos zur Verfügung stellen und auch für die Reinigung und Instandhaltung derselben aufkommen. Ferner übernimmt sie die Verhandlungen mit den Behörden, die Abwicklung der Personalkosten und die Verwaltung der Gelder. Mehr geht leider nicht mehr. Wir haben deshalb versucht auch hier neue Wege zu gehen und ein Konzept erarbeitet.

Leitung und Verantwortung muß sein. Deshalb brauchen wir die Fördergelder für Karin Steinhauer, Christiana Graf und Gaby Denker.

Die Fördergelder reichen aber dafür nicht aus, deshalb:
- versuchen wir, durch Spendenaufrufe weitere Gelder einzutreiben.
- bitten wir auch die SeniorInnen über die Teilnehmerbeiträge hinaus um Unterstützung durch Spenden.
- Die offenen Nachmittage, die Bastelgruppe, die Kochgruppe, die Wandergruppe und die Tanzgruppe müssen sich selbst tragen. Das heißt, dass Einnahmen und Ausgaben sich dafür decken müssen.
- Marion Schulz leitet die Tanz- und Wandergruppe ehrenamtlich - danke Marion !
- Wir haben in diesem Jahr Fördergelder vom Kirchenkreis für Bastelmaterial, das Grill- und Weihnachtsfest sowie eine Ausfahrt bekommen.

Diese Fördergelder versuchen wir auch weiterhin zu erhalten. Sie werden aber immer geringer ausfallen, weil viele Gemeinden Anträge stellen.

Das ist für Karin, Gaby, Christiana und auch Marion sehr schwierig und sie investieren hier viel mehr an Zeit und Einsatz als wir Ihnen für ihre Arbeit vorgegeben haben. Danke!

Gemeinsam könnten wir es schaffen, uns diese Begegnungsstätte zu erhalten - indem wir für uns selbst sorgen. So wie die zwei alten Frauen.

Gisela Lorenzen