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Kindergarten Mümmelmannsberg

Die Arbeit unseres Kindergartens in Mümmelmannsberg mussten wir leider aus finanziellen Gründen einstellen. Wir bedauern diesen notwendig gewordenen Schritt sehr.


Ev. Kindergarten Kirchsteinbek

Aufräumen: eine hohe Intelligenz–Leistung!

Aufräumen ist eine intellektuell anspruchsvolle Tätigkeit - so wurde es vor längerer Zeit von einer Wissenschaftlerin festgestellt. Wir Fachkräfte im Kindergarten sehen das ebenso. Kinder rund um den 2. Geburtstag „wollen es ordentlich haben in der Welt“. Sicherlich haben Sie, liebe Leser, es beobachtet: Kinder dieses Alters räumen gerne auf. Sie schließen Türen, Fächer, Schubladen... „räumen auch Gegenstände auf“, die ihre Eltern später verzweifelt suchen... Dahinter steckt aber eine intellektuelle Leistung: Das Kind ordnet Dinge zu, es merkt sich den Aufbewahrungsort oder die Zugehörigkeit. Beispiel: alle Schuhe sind im Flur im Schuhschrank, die Löffel in der Schublade, die Wäsche im Wäschebehälter – welche Sachen werden in den Mülleimer geworfen?? (da wird es schwierig...).

Wenn die Eltern dieses Bedürfnis ihres Kindes nutzen, wird es sich gerne (und später selbstverständlich) an diesen Arbeiten beteiligen.

Zurück zum Kindergarten:

Zu unserer Vorschul-Erziehung gehört auch das Erlernen des selbständigen Einräumens von benutztem Material. So erfahren die Kinder spielerisch, dass die Utensilien zum Tuschen (Farben, Pinsel, Kittel, Papier..) nur dann am gewohnten Platz vorzufinden sind, wenn jeder sie nach Gebrauch wieder an den dafür vorgesehenen Ort zurückstellt. Die Kittel können nur gut trocknen, wenn man sie aufhängt. Es macht Spaß, mit einem sauberen, gepflegten Pinsel zu malen – wenn er noch voller alter, eingetrockneter Farbe ist, kann das Bild nicht gelingen. Gutes Arbeitsmaterial pfleglich behandeln zu lernen, heißt auch lernen, seinen Wert zu schätzen.

Wenn die schönen Holztiere achtlos in die Kiste geworfen werden, lernen die Kinder, wie schnell dem geliebten Nilpferd ein Ohr fehlt. Wenn vom Käfer- Spiel die so wichtigen Läuse mit dem roten Punkt fehlen, können die Kinder lernen, dass Suchen nützt: es ist doch ein toller Erfolg, wenn plötzlich zwei Kinder laut und voller Freude rufen: „WIR haben sie gefunden GANZ ALLEINE!“

Dinge pfleglich und mit Sorgfalt zu behandeln ist in Zeiten des Überflusses aus der Mode gekommen. Was fehlt, wird neu gekauft. Was kaputt ist, weggeworfen... Eine schöne Erfahrung kann es sein, den Erfolg einer Reparatur zu erleben. Ihren Wissensschatz, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten trainieren und erweitern die Kinder ständig. Sie erwerben dabei „Kompetenz“ (Sachverstand)

Also: Nutzen wir den Alltag!

Elke Reimer