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WISSENSWERTES

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News aus dem
Kirchenvorstand

Vier Portraits - Menschen aus unserer Gesamtgemeinde

Torsten Schimkus ist Friedhofsgärtner und Küster in Kirchsteinbek. Er lebt mit seiner Familie in Eichede bei Trittau. Bei meinem Besuch auf dem Friedhof in der Kapellenstraße zeigte mir Herr Schimkus interessante Grabsteine, die einen Eindruck von der Vielfalt unserer multikulturellen Gesellschaft geben.

B.L. Herr Schimkus, Sie wissen hier ja gut Bescheid. Vielen Dank für die Führung.

T.S. Na ja, ich bin ja erst seit September 2005 hier. Als ich damals durch unseren Pastor in Eichede von der Ausschreibung erfuhr, bin ich gleich persönlich mit meiner Bewerbung in der Tasche hergefahren. Ich bin sehr glücklich, dass es mit der Anstellung geklappt hat, denn ich war schon längere Zeit arbeitslos.

B.L. Wie sind Sie denn zu Ihrem Beruf gekommen?

T.S. Nach der Grundschule in Mollhagen und der weiterführenden Schule in Bargteheide machte ich zunächst eine Lehre als Maurer. Ich arbeitete in Lübeck 10 Jahre auf dem Friedhof. Während dieser Zeit lernte ich auch den Beruf des Friedhofsgärtners kennen.

B.L. Welche Arbeit gefällt Ihnen denn besser?

T.S. Das kann ich so nicht sagen. Das eine baut man für die Ewigkeit, das andere ist schnell verblüht.

B.L. Wie ist es, wenn man täglich auf dem Friedhof arbeitet – denkt man viel über den Tod nach?

T.S. Nicht dauernd, aber wenn so ein junger Mensch begraben wird, das geht einem nicht so schnell aus dem Kopf.

B.L. Welche Aufgaben haben Sie denn als Küster?

T.S. Als Küster bin ich für die Amtshandlungen in der Woche zuständig. Ausserdem bereite ich die Kirche vor für den Sonntagsgottesdienst.

B.L. Wie sieht Ihre Freizeit aus, wenn Sie zu Hause in Eichede sind?

T.S. An erster Stelle kommt meine Familie – ich habe im Jahr 2000 geheiratet. Meine Tochter ist jetzt 2 ½ Jahre alt. Dann spiele ich Fussball beim SV Eichede – wir haben jeden Sonntag Punktspiele. Ausserdem bin ich noch bei der Freiwilligen Feuerwehr.

B.L. Zum Schluss – haben Sie eine Lieblingsblume?

T.S. Rosen finde ich schön, besonders die Rankrose an unserem Wohnhaus, die ist schon über hundert Jahre alt.

Das Interview führte Barbara Langer


Abschied von Gabriela Malone

Zum 30.6.2006 verlässt uns Frau Gabriela Malone als Leiterin der Geschäftsstelle der Kirche in Steinbek. Seit Januar 1996 war sie als Gemeindesekretärin im Kirchenbüro Oststeinbek beschäftigt. In dieser Rolle und als Mitglied im Kirchenvorstand erfuhr sie zu ihrem Erstaunen, welche Fülle von Verwaltungsaufgaben entweder von den PastorInnen oder von Kirchenvorstehern ehrenamtlich zu bewältigen ist. Im Kirchenbüro liefen die meisten Fäden zusammen, und – engagiert, wie sie ist – begann sie immer mehr Aufgaben in der Sachbearbeitung zu übernehmen. Als Anfang 2002 die früheren Verwaltungsstellen im Kirchenkreis Stormarn zu einer großen Zentrale zusammengefasst wurden, fasste sie den Mut, und sagte: „Dort schließen wir uns nicht an. Denn Verwaltung braucht Hintergrundwissen über die örtlichen Verhältnisse und muss konkret vor Ort verantwortet werden.“ Der Kirchenvorstand beauftragte sie zum 1.1.2002 mit der Gründung der Geschäftsstelle.

Das wurde vom Kirchenkreis nicht gerne gesehen. Aber selbst dort ist inzwischen die Kritik verstummt, denn die Verwaltungsarbeit aus der Kirche in Steinbek überzeugt durch ihre Qualität, die höchsten Ansprüchen genügt. Mit großem Engagement und unermüdlichem Fleiß hat Gabriela Malone ein eigenes Verwaltungswesen für unsere Kirchengemeinde aufgebaut. Lediglich das Personalwesen und die Buchhaltung wurden nach Ahrensburg vergeben. Alle anderen Aufgaben wurden von Frau Malone persönlich erledigt – zeitnah und mit größter Präzision. Damit hatte der Kirchenvorstand der Kirche in Steinbek zum ersten Mal ein richtiges Instrument im Management zur Verfügung. Sehr zu gute kamen ihm die Kompetenzen, die Frau Malone als Betriebswirtin mitbrachte, und die Vorteile der kaufmännischen Buchführung, die sie in das kammerale System der öffentlichen Haushaltsführung einbrachte. Gerade in der Zeit der Finanzkrise unserer Kirche war dies unschätzbar wertvoll. Der Kirchenvorstand dankt ihr sehr herzlich für die geleistete Arbeit und wird sie im Gottesdienst am 11. Juni in der Oststeinbeker Kirche verabschieden. Dazu wird herzlich eingeladen.

Karlfried Kannenberg


Neuanfang mit Dietmar Pfotenhauer

Dietmar Pfotenhauer übernimmt die Arbeit in der Geschäftsstelle der Kirche in Steinbek in der Nachfolge von Gabriela Malone. Auch er ist Betriebswirt mit Diplom. Er bringt 30 Jahre der Berufserfahrung im kirchlichen Dienst mit, davon 24 Jahre in der Leitung des Ev. Krankenhauses Alsterdorf – ein Leben für die Diakonie. „Mir kommt es darauf an, nicht nur zu verwalten, sondern zu gestalten“, sagt er. „Dazu muss man die Gestaltungsräume erkennen und auch nutzen. Auch in der Leitung ist es mir wichtig, anderen Mitarbeitern als Mensch zu begegnen - auf gleicher Augenhöhe, auch wenn wir verschiedene Aufgaben und Rollen haben.“

„Neben der Diakonie liegt mir auch der verkündigende Auftrag der Kirche am Herzen. In meiner Heimatgemeinde in Norderstedt habe ich jahrelang in der Kantorei mitgesungen und den Vorsitz des Kirchenvorstandes geführt. Gegenwärtig absolviere ich die Ausbildung zum Prädikanten.“

Wenn die Freizeit es erlaubt, ist der Vater von zwei erwachsenen Töchtern gerne an der frischen Luft, entweder bei der Gartenarbeit oder auf Radtouren. „Früher bin ich mit meiner Frau gerne zum Tanzen gegangen. Das ist heute nicht mehr so oft möglich, macht aber immer noch viel Spaß. Abends lese ich gerne Krimis, vor allem von Mankell.“

„Ich freue mich über die Gelegenheit, bei der Kirche in Steinbek anzufangen. Als ich die Ausschreibung las, dachte ich: die Stelle ist wie für mich geschaffen. Hier kann ich wieder meine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse in den Dienst der Kirche stellen. Ich gehöre noch zu den Menschen die ihren Dienst als Verpflichtung verstehen gegenüber den Menschen und gegenüber Gott. Für mich ist der Weg nach Steinbek mehr als nur eine glückliche Fügung, sondern Gottes Führung.“

KK: „Wir wünschen Ihnen einen guten Anfang bei uns, und für Ihr Wirken Gottes Segen.“

Karlfried Kannenberg im Gespräch mit Dietmar Pfotenhauer


Angelika Szeliga ist aus dem Gemeindeleben in Oststeinbek gar nicht weg zu denken. „Ich habe die Kirche in Oststeinbek 1991 durch die Aktion ‚Kirche unterwegs’ mit dem Zelt auf dem Marktplatz entdeckt“, erzählt sie. „Das hat uns richtig begeistert. Wir haben danach mit unserer Familie zwei Einsätze mit der Kirche unterwegs auf Campingplätzen gemacht. Dieser ungezwungene Rahmen kirchlicher Arbeit gefällt uns sehr. Auf Fehmarn hatten wir 70 Kinder in der Gute-Nacht-Geschichte, 30 Leute beim Abendsegen und zum Familiengottesdienst 150 Teil-nehmer! Von dieser modernen Tradition wollten wir auch etwas in unserer Heimatgemeinde umsetzen. Wir begannen mit Gute-Nacht-Geschichte-Wochen, die großen Zuspruch fanden. Später schloss ich mich dem Kinderkirchenteam an. Ich wollte meinen Kindern gerne vermitteln, dass Kirche Spaß macht, und sie sich hier zu Hause fühlen können. Das ist mir auch gelungen. Als sie größer wurden, nahmen meine Söhne Bläserunterricht bei Feliks Zaitsev.“ Im Bläserverein engagiert sie sich im Vorstand. Als Kirsten Sonnenburg die Gemeinde verließ, hielt sie mit anderen Ehrenamtlichen die Kindernach-mittage aufrecht. Dadurch hat sie zu Weihnachten auch einige Krippenspiele mit einstudiert. Mit Kirsten Puttfarken und Brigitte Gottuk hat sie eine Frauengruppe ins Leben gerufen, um mit Frauen gleichen Alters Lebens- und Glaubensfragen zu behandeln. „Eine Heilpraktikerin hat mir die Reiki-Meditation näher gebracht. Das hat für mich die Bedeutung von Spiritualität und Gebet ganz neu vertieft. Beim Weltgebetstag wurde mir so richtig bewusst, was es bedeutet, dass Menschen auf der ganzen Welt gleichzeitig zum Gebet versammelt sind. Da ich ein Mensch der Tat bin, finde ich aber auch ganz praktische Dinge wichtig, z.B. Oiko-Kredit, eine kirchennahe Bank, die Menschen in der dritten Welt mit Kleinkrediten auf die Beine hilft. Ich würde gerne eine Nähgruppe in unserer Gemeinde gründen. Aber dazu müsste jemand meine Aufgabe im Kinderkirchenteam übernehmen. Vielleicht finden sich ja einige Kindergarteneltern dazu bereit. Denn die Arbeit mit Kindern macht wirklich viel Freude.

Karlfried Kannenberg im Gespräch mit Angelika Szeliga